Der Grundgedanke für mehr mentale Stärke

Kennst du das?

Wie setzt du dich unter Druck? Du stehst an deiner Schieß-/Wurflinie. Du brauchst noch 10 Punkte/Ringe, um das Turnier zu gewinnen. Du siehst dich in Gedanken bereits auf dem Treppchen. “Jetzt bloß nichts versauen…”, schießt dir durch den Kopf “wenn ich das jetzt mache, habe ich gewonnen.” Was passiert bei dir im Körper bei solchen Gedanken? Fängst du an zu zittern? Rasen die Gedanken? Wie schnell schlägt dein Herz?

Kennst du solche Situationen? Situationen, in denen es “um die Wurst geht” und der Druck ins Unermessliche zu steigen scheint?

Was passiert mit deiner Leistung in solchen Situationen? Hilft dir der Druck dabei, über dich hinauszuwachsen oder führt dieser Druck eher dazu, dass du deine Leistung “abwürgst”?

Was ist der Unterschied in solchen Situationen?

Die Bewertung der Situation hast du selbst in der HandAm besten können wir uns anschauen, was da eigentlich im Kopf passiert, wenn wir die Drucksituation mit einer lockeren Situation vergleichen.

Was ist der Unterschied? Einige würden sagen, dass es in der Drucksituation “um etwas” geht. Ja, aber worum geht es denn? Geld? Anerkennung? Sieg? Niederlage? Um was geht es für dich in solchen Situationen? Was steht auf dem Spiel? Was sind die Konsequenzen von Sieg und Niederlage?

Und um was geht es in einer lockeren Situation, ohne Druck? Um nichts? Um Freude und Spaß? Was sind hier die Konsequenzen von Sieg und Niederlage?

Egal wie du die Frage beantwortest, der Unterschied ist das, was du über die Situation denkst - wie du sie bewertest.

In der einen Situation ist es “lebenswichtig” und in der anderen Situation ist es “Spaß”. In der einen Situation “vergeigst” du es und in der anderen Situation bist du voll im Flow.

Ein wichtiger Unterschied ist die Bewertung der Situation und die daraus resultierende Wirkung auf deine Leistung.

Gedanken wirken!

Die Beurteilung einer Situation und die entsprechende körperliche Reaktion darauf ist ein elementarer Bestandteil unserer Existenz als Mensch. Wenn der Körper bzw. das Nervensystem beim Erkennen einer Gefahr keine Stressreaktionen (Kampf, Flucht, Erstarren) auslösen würde, wäre das Leben für einige, vor allem unsere weniger gut geschützten Vorfahren damals, schnell vorbei.

Durch die Bewertung “das ist richtig wichtig” erkennt das Nervensystem, dass “Gefahr droht” und aktiviert dann diverse Körperfunktionen. Das äußert sich in Zittern, Herzrasen, Schwitzen oder ähnlichem. Und dann setzt sich ein kleiner Teufelskreis in Gang.

Denn dann wacht der Kopf (endlich) auf und merkt “Ich bin nervös. Das ist nicht gut, ich darf nicht nervös sein. Jetzt kommt es darauf an. Also ruhig bleiben. Du kannst das. Come on…” - was passiert dann?

Hilft dir dieser selbst gemachte Druck? Oder “leidest” du darunter?

Lass das Drama weg!

Lass das Drama wegWeiter oben haben wir festgestellt, dass ein Unterschied die Bewertung der Situation ist. Natürlich gibt es noch mehr Faktoren, die uns in einem wichtigen Spiel beeinflussen, aber den Faktor “Bewertung der Situation” hast du selbst in der Hand.

Was unterscheidet einen Wurf/Schuss in einer Drucksituation von einem Wurf/Schuss in einer lockeren Situation? Technisch betrachtet. Richtig, nichts. Technisch gesehen gibt es keinen Unterschied in deiner Technik zwischen Training und Wettkampf. (Und wenn es doch Unterschiede gibt, lass uns darüber »sprechen, wie du dein Training besser an Wettkampfsituationen anpassen kannst.)

Der Dartspieler wirft “wie immer”. Der Schütze geht durch seinen Schussablauf “wie immer”.

Der BesserTreffer macht alles “wie immer”.

Warum denn dann das Drama?

Antikes Gedankengut

Diese Idee, dass man die Bewertung selbst in der Hand hat, ist schon recht alt.

Der stoische Philosoph Epiktet drückte es vor knapp 2000 Jahren so aus:

Nicht die Dinge selbst beunruhigen die Menschen, sondern ihre Meinungen und Urteile darüber.

Shakespeare lässt durch Hamlet folgendes verlauten:

… denn an sich ist nichts weder gut noch schlimm; das Denken macht es erst dazu.

Fähnchen im Wind oder Fels in der Brandung?

Sei ein Fels in der Brandung"Aber das ist ein wichtiges Spiel!” wirst du mir jetzt an den Kopf werfen.

Keine Frage. Aber was ist für deine Leistung am Ende wichtig? Ist es der Gedanke an die Konsequenzen und sein ganzer Rattenschwanz oder der Fokus auf das, was eine gute Leistung ermöglicht bzw. “es einfach laufen zu lassen”, in den Flow zu kommen?

Lässt du dich von den Umständen und von den Leistungen deiner Gegner hin und her reißen, wie ein Fähnchen im Wind? Wie selbstbestimmt bist du dann? Wie abhängig bist du dann von den Umständen?

Mein Vorschlag ist: werde zum Fels in der Brandung und lerne, selbst den Grad an Ruhe und Konzentration aufzubringen, um besser zu treffen.

Nimm mit und lass da

Wenn du bei dir feststellst, dass du dich von deinem Gegner “anstecken” lässt, dann schau mal genauer hin.

Wenn es so ist, dass du dich von stärkeren Gegnern gerne mitziehen lässt und daraus Energie schöpfst, dann nimm diese Energie ruhig mit.

Wie sieht es bei vermeintlich schwächeren Gegnern aus?

Es spricht nichts dagegen, wenn du dich mitziehen lässt. Dann aber bitte bewusst und nur “nach oben”. Entwickle die Achtsamkeit über deinen inneren Zustand, nicht nach unten gezogen zu werden.

Nimm die Ereignisse, die dich pushen und dir guttun, mit und lass alles andere da, denn du musst diese Ereignisse nicht an/in dich heran lassen.

Wenn es dir schwer fällt, dich mental in den richtigen Zustand zu bringen, dich zu pushen oder zu entspannen, so ist das ein spannendes Thema für ein individuelles » Mentaltraining.

Der Tipp für mehr mentale Stärke

Lerne, dich in Drucksituationen daran zu erinnern, es “wie immer” zu machen. Es gibt technisch keinen Unterschied.

Sei selbst die treibende Kraft für deine Leistung. Das ist eine besondere Fähigkeit von BesserTreffern.

Viel Erfolg!


Wie gut klappt es bei dir, die Trainingsleistung auch im Wettkampf abzurufen?

Alle Infos für ein persönliches Mentaltraining erhältst du im » kostenfreien Erstgespräch.


Diese Artikel werden stetig aktualisiert. Komme gerne wieder und schaue, ob es Aktualisierungen gibt.
Stand des Artikels: 24.10.2020